Willkommen beim NABU Nördliches Markgräflerland

(ehemals NABU Müllheim)

Hier erfahren Sie mehr über unsere Aktivitäten und Projekte in unserer Region.

 

Wir bieten auch naturkundliche Exkursionen an, bei denen Sie Gelegenheit haben, die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt vor Ihrer Haustür kennen zu lernen. Wir freuen uns auf Sie und viele schöne gemeinsame Beobachtungen!

Wenn Sie sich vorstellen können für die Natur hier im Nördlichen Markgräflerland aktiv zu werden, schauen Sie doch einmal bei unseren monatlichen Treffen vorbei. Weitere Informationen erhalten Sie beim Vorstand oder indem Sie über unser Kontaktformular mit uns in Verbindung treten.

Kreuzkrötenteich gut etabliert

Der Teich für die Kreuzkröte, der im Winter 2019/2020 auf dem ehemaligen Kaligelände in Heiterheim durch die NABU-Ortsgruppe erbaut wurde, hat sich gut entwickelt. Damit er nicht völlig austrocknet, muss er bei längerer Trockenheit mit Wasser versorgt werden. Wir danken der Gemeinde Heiterheim, dass sie diese Aufgabe übernommen hat.


Bienenfresser - Farbenfroher Einwanderer aus dem Süden

Dieser Vogel fällt einfach auf: Etwa so groß wie eine Amsel und bunt wie ein Papagei - sein Anblick

lässt an den Urwald denken, insbesondere wenn er mit weit ausgebreiteten Flügeln und gespreiztem Schwanz durch die Luft gleitet. Tatsächlich stammt der Bienenfresser aus den Tropen und Subtropen. In warmen Zeiten wagt er sich aber auch in unsere Breitengrade vor. Ab Mitte Mai kommen sie zurück aus Zentralafrika und brüten bei uns in verschieden großen Kolonien. Schon im August machen sich die Vögel wieder auf den Weg in die Winterquartiere südlich der Sahara. 

Am Kaiserstuhl galt er 20 Jahre lang als ausgestorben. Heute ist er sowohl am Kaiserstuhl als auch am Tuniberg eine Touristenattraktion und entwickelt sich zu einem Aushängeschild der Region. Durch die Klimaerwärmung wächst die Population von Jahr zu Jahr. Wandert man den Bienenfresserpfad am Kaiserstuhl, kann man die Vögel mit dem Fernglas gut beobachten. Der Bienenfresser jagt Schmetterlinge, Käfer, Libellen, und - wie sein Name schon verrät - Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen.

Mit seiner herrlichen Farbenpracht ist der Bienenfresser natürlich ein begehrtes Objekt für Beobachter und Naturfotografen. Daher bitte Rücksicht nehmen! Fehlende Brutplätze und massive Störungen während der Brut bereiten dem Bienenfresser große Probleme und gefährden den Bruterfolg!

Deshalb hier die Tipps von Edgar Erler, der diese schönen Aufnahmen gemacht hat:

 - Mindestabstand zum Beobachten oder Fotografieren ca. 40 - 50 m

 - Beobachten Sie mit Fernglas und fotografieren Sie mit Brennweiten ab 400 - 500 mm

 - Auf keinen Fall sich direkt vor den Brutröhren aufhalten!!

 - Tragen Sie am besten Kleidung im gedeckten Farben 

 - Reden Sie mit den Winzern /Eigentümern vor Ort, ob Sie die Grundstücke betreten dürfen (Privatbesitz)

 

Seien Sie Naturfreund und Naturschützer, damit wir alle noch viel Freude mit diesen wunderbaren Vögeln haben werden!


Tolles ehrenamtliches Engagement  - Putzete am Sulzbach

Bedauerlicherweise gibt es Zeitgenossen, die einfach ihren Müll in der Natur liegen lassen oder sogar aktiv dorthin bringen, sogar alte Autoreifen! Wenn dann auch noch ein Hochwasser kommt, wie vor ein paar Wochen, wird solcher Müll mit den Bächen und Flüssen mitgetragen und kann sich an ökologisch sensiblen Stellen in größeren Mengen ansammeln – es entstehen in der Natur regelrechte Mülldeponien! So auch an der Sulzbachversickerung in der Nähe von Bremgarten!

Familie Erhardt aus Bremgarten ergriff die Initiative, statt darauf zu warten, dass sich irgendwer irgendwann für die Müllbeseitigung zuständig fühlt. Sie sammelte an drei Samstagen mehrere Tonnen Müll aus dem Sulzbachgebiet und brachte ihn  zur Müllverbrennungsanlage der TREA. Am 20.3. half zusätzlich der Angelsportverein Bremgarten mit und beseitigte den Müll im Wald beim Autohof Bremgarten - auch dies ein Müll-"Hotspot".

Noch ein Hinweis an Hundebesitzer, die doch eigentlich zu den Naturliebhabern zählen: Leider fanden sich im Müll auch zahlreiche, verlorene Hundespielzeuge – also lieber zweimal suchen, wenn der Hund das Spielzeug nicht wieder bringt oder einfach Stöckchen benutzen!

Mehr Fotos von der Aktion hier.


Eine neue Streuobstwiese für Steinkäuze

v.l.n.r. Edgar Erler, Wolfgang Fabry, Günter Waselikowski (Eigentümer), Christine Hercher (Foto: Dorothee Philipp, BZ)

Im Rahmen des Interregio-Projekts „Ramsar Biodiversität“, an dem sich auch der NABU beteiligt, wurden in Heitersheim-Gallenweiler auf einer ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Fläche im Steinkauzgebiet junge Streuobstbäume gepflanzt.

 

Schwerpunkt diese Projekts ist die Unterstützung zur Schaffung und Pflege von Streuobstwiesen, dem bevorzugten Lebensraum des Steinkauzes.

Diese sollen erhalten und erweitert werden. Konkret bedeutet dies, dass in enger Zusammenarbeit mit Grundstückseigentümern und Landwirten Flächen ausfindig gemacht werden, die für den Steinkauz geeignet sind. Hier werden Hochstammbäume nachgepflanzt bzw. überhaupt gepflanzt, Brutröhren für Steinkäuze und Nisthilfen für Kleinvögel angebracht und Strukturen geschaffen bzw. die Eigentümer beraten.

 

Wer also schon eine alte Obstwiese oder einen geeignete Fläche besitzt, die neu mit Streuobstbäumen bepflanzt werden kann, kann sich beim NABU melden, z.B. über Kontakt oder direkt bei Christine Hercher (christine.hercher@nabu-bw.de).



Liebe Mitglieder und Freunde der Natur

Das vergangene Jahr 2020 stand ganz unter dem Zeichen der COVID-19-Pandemie: Viele der geplanten Aktivitäten der NABU Gruppe Nördliches Markgräflerland konnten leider nicht stattfinden, insbesondere die Treffs, die wichtig sind für den persönlichen Austausch. Im Sommer konnten wir einige der geplanten Exkursionen veranstalten, zum Brunnengraben bei Mengen, zu den Wildbienen nach Opfingen und zum Thema Brombeeren im Gebiet von Müllheim. Auch wichtige Pflegemaßnahmen konnten mit der Hilfe von einigen von Euch durchgeführt werden, wie der Bau eines Teichs für die Kreuzkröte, die Apfelernte und die alljährliche Aktion für die Geburtshelferkröten bei der Löschteichreinigung in Feldberg. Und natürlich lief die Betreuung der Nistkästen und Steinkauzröhren zuverlässig weiter, für den Steinkauznachwuchs war 2020 ein besonders erfolgreiches Jahr!

 

Wie geht es nun weiter im Jahr 2021? Leider ist es noch nicht absehbar, wann die Pandemie überwunden sein wird; deshalb haben wir für die nächsten Monate noch keine Aktivitäten geplant. Wir gehen aber davon aus, dass spätestens im Sommer einige Exkursionen möglich sein werden. Zudem werden wir im Jahr 2021 wieder eine Mitgliederversammlung abhalten, sobald das geht. Wir werden Euch über diese Termine auf unserer Website (https://www.nabu-noerdliches-markgraeflerland.de) und per Email (sofern wir Eure Mailadresse haben) informieren.

 

Wir nutzen im Augenblick die „ruhige“ Zeit, um uns darüber Gedanken zu machen, welche Prioritäten wir für unsere Aktivitäten in den kommenden Jahren setzen. Auch darüber werdet Ihr in den kommenden Monaten mehr erfahren.

 

Und noch eine gute Nachricht: Edgar Erler wird zukünftig unsere NABU-Gruppe organisatorisch unterstützen, nachdem Lilly Nockemann aus beruflichen Gründen diese Aufgabe nicht mehr wahrnehmen kann.

 

Wir wünschen Euch trotz der besonderen Situation ein gutes 2021 und hoffen, dass wir uns bald wieder treffen können!